Organtransplantationen

Das Thema Organtransplantation ist weltweit aktuell größer denn je. Es gibt weitaus mehr Transplantation Patienten als Spender gibt. Eines der größten Probleme hierbei, ist natürlich die Angst, sozusagen beim lebendigem Leibe die Organe entnommen zu bekommen. Diese Angst ist jedoch vollkommen unberechtigt. Schauergeschichten über Organtransplantationen welche an Nichttoten durchgeführt worden sein sollen, sind vollkommen frei erfunden. In Europa ist das sogenannte Eurotransplant Team zuständig. Dies ist eine Organisation die europaweit alle verfügbaren Organe verwaltet, entsprechende Empfängerlisten managed und eigene Operationsteams bereitstellt um etwaige zur Verfügung stehende Organe bei Spender Patienten zu entnehmen. In der Regel so, dass, nachdem einwandfrei festgestellt wurde das ein Organspender verstorben ist, und definitiv hirntot ist, Eurotransplant informiert wird. Diese Organisation sendet ihrerseits dann entsprechende Organentnahme Teams in die Krankenhäuser.

Diese Teams sind in Sachen Organtransplantation sehr gut ausgebildet. Sie sind zum einen dafür zuständig dafür Sorge zu tragen zur zu erkennen, welche Organe zur Spende zur Verfügung stehen und verwendet werden können. Zum anderen ist dieses Team natürlich auch das Operationsteam dass die Organe letztlich entnimmt. Es werden von jedem Organspender immer so viele Organe entnommen wie maximal möglich ist.

Man entnimmt in der Regel wichtige Organe wie Herz, Lunge, Nieren, Leber aber auch zum Beispiel Netzhäute. Diese Organe werden dann in spezielle Kühlboxen verpackt. Noch während der Operation, arbeitet Eurotransplant in ihrer Zentrale daran entsprechende Empfänger für die Organe zu ermitteln wobei hier die Reihenfolge der Empfängerliste eingehalten wird.

Bei einer Organtransplantation ist zunächst ganz wichtig, dass die Blutgruppen übereinstimmen. Natürlich gibt es noch einige andere Faktoren, deren Übereinstimmung erforderlich ist bevor ein Organ transplantiert werden kann. Ist ein entsprechender Empfänger gefunden, wird die zuständige Klinik informiert, welche ihrerseits wiederum den Patienten über diesen Umstand informiert. Innerhalb weniger Stunden wird der Empfänger entsprechend auf eine Operation vorbereitet.

Nichtsdestotrotz kann es bei einer Organtransplantation auch in letzter Minute dazukommen dass diese es dann nicht stattfindet da die Organe eventuell doch nicht passen. Dennoch läuft im Vorfeld die komplette Maschinerie die für eine Organtransplantation notwendig ist an. So vergehen vom Tod des Spenders bis zur Transplantation in den Empfänger nur wenige Stunden. Dies ist deshalb wichtig um die Gesunderhaltung und das Überleben des Organs zu sichern. Denn diese haben außerhalb des Körpers und somit außerhalb des Blutkreislauf nur eine begrenzte Lebenszeit, bevor das Gewebe abstirbt und das Organ so unbrauchbar wäre. Auf der offiziellen Seite der WHO gibt es mehr Informationen zu Organtransplantationen.

Ein Leben lang Medikamente

Mit einer Organtransplantation an sich ist es jedoch nicht getan. Patienten die ein Spenderorgan erhalten haben müssen ihr Leben lang sogenannte Immunsuppressiva einnehmen. Dies sind in erster Linie Medikamente die dafür Sorge tragen, dass das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Denn eine natürliche Reaktion unseres Immunsystems wäre es, gegen diesen Fremdkörper vorzugehen und Antikörper zu entwickeln. Darum wird das Immunsystem nach einer Organtransplantation extrem nach unten gefahren, sodass dieser Prozess eben nicht stattfinden kann und das Organ entsprechend im Körper verbleiben kann und nicht abgestoßen wird.

Da unser Immunsystem ein Leben lang arbeitet, muss es im Falle einer Organtransplantation auch ein Leben lang mit Immunsuppressiva unterdrückt werden damit das Organ im Körper verbleiben kann. Es gibt keine Möglichkeit dem Körper mitzuteilen, dieses Organ gehört jetzt zu dir. Der Körper wird es immer als Fremdkörper erkennen.

Hier noch ein informatives Video über Organtransplantationen (Englisch!):

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